Erst gucken, dann rechnen
Wir beurteilen die Maschine im Ganzen und sagen dir vorher, was realistisch ist und was nicht.


Ein alter Schlepper ist selten nur eine Maschine. Wir bringen ihn in Kehrig bei Mayen wieder in Form, Stück für Stück und mit klarer Ansage, was dabei auf dich zukommt.
In der Eifel stehen die alten Schlepper meistens nicht im Museum, sondern in der Scheune hinter dem Haus. Bei dem einen ist es der Trecker vom Großvater, bei dem anderen eine Maschine, die im Nebenerwerb noch echte Arbeit macht und dafür wieder in Ordnung kommen soll. Beides behandeln wir gleich ernst. Eine Restauration ist bei uns keine Politur fürs Foto, sondern ein Durchgang über die gesamte Maschine: Antrieb, Lenkung, Bremsen, Elektrik, Hydraulik, Bereifung und Anbauteile. Erst wenn die Technik trägt, reden wir über Oberfläche. Denn ein frisch glänzender Schlepper, der nach zwanzig Betriebsstunden wieder steht, hilft niemandem.
Ehrlichkeit gehört bei diesem Thema an den Anfang und nicht ans Ende. Wir sehen uns das Fahrzeug an, hören den Motor, prüfen Spiel und Zustand der tragenden Teile und sagen dir danach offen, in welchem Rahmen sich das bewegt. Manchmal lautet die Antwort, dass eine saubere Instandsetzung der einzelnen Baustellen deutlich vernünftiger ist als der große Wurf. Wer einen kompletten Neuaufbau will, muss wissen, dass dabei sehr viele Arbeitsstunden zusammenkommen. Wir rechnen nach Aufwand mit 68 € netto je Stunde (80,92 € brutto) ab und geben Material zum Einkaufspreis weiter, damit du jederzeit siehst, wohin das Geld läuft. Auf Wunsch gehen wir in Etappen vor.
Wie das aussieht, zeigt unser Deutz 8006. Die Maschine stammt aus der Sechserreihe, die Klöckner-Humboldt-Deutz ab 1970 in Köln gebaut hat, mit luftgekühltem Sechszylinder und rund 80 PS. Wir haben sie zerlegt, den Motor überholt, auf Allradantrieb umgebaut und am Ende neu lackiert. Ein zweites Beispiel ist ein Agrostar, an dem wir eine Druckluftanlage ergänzt haben, damit er wieder zu modernen Anhängern passt. Solche Umbauten sind für uns Teil der Sache: Zulassungsfähige Beleuchtung, Anhängerbremse, Hydraulikanschlüsse und Frontgewicht machen aus einem Liebhaberstück wieder ein brauchbares Arbeitsgerät.
Wir beurteilen die Maschine im Ganzen und sagen dir vorher, was realistisch ist und was nicht.
Antrieb, Bremsen, Elektrik und Hydraulik kommen zuerst. Lack ist der letzte Arbeitsgang.
Du musst nicht alles auf einmal beauftragen. Wir teilen das Projekt auf, wenn es dir lieber ist.
Allradantrieb, Druckluft, Beleuchtung, Frontgewicht: Wir passen den Klassiker an heutige Anforderungen an.
Das hängt vollständig vom Umfang ab. Eine gezielte Instandsetzung ist in wenigen Wochen erledigt, ein kompletter Neuaufbau begleitet uns dagegen über Monate, weil Teilebeschaffung Zeit frisst. Wir stimmen zu Beginn ab, bis wann du die Maschine wieder brauchst, und planen die Etappen danach.
Für die verbreiteten Baureihen ist die Versorgung überraschend gut, weil Nachfertigung und Gebrauchtteile beide verfügbar sind. Wir suchen die Teile selbst zusammen, vergleichen Preise und geben sie zum Einkaufspreis an dich weiter. Bei wirklich seltenen Stücken sagen wir frühzeitig Bescheid, wenn es eng wird.
Wirtschaftlich gerechnet selten, ehrlich gesagt. Der Wert liegt beim Sammlerstück im Fahrzeug selbst und beim Arbeitsgerät in den Jahren, die es danach noch läuft. Wir sagen dir vor dem Start, in welche Richtung dein Fahrzeug geht, damit du die Entscheidung mit offenen Augen triffst.
Transporte übernehmen wir nach Absprache, auch für nicht fahrbereite Maschinen aus der näheren Umgebung. Ruf uns dazu einfach an oder schreib per Nachricht, wo das Fahrzeug steht und wie es zugänglich ist. Dann klären wir Abholung und Termin in einem Zug.
Schick uns zwei, drei Bilder von der Maschine und schreib dazu, was du dir vorstellst. Du bekommst von uns eine nüchterne Einschätzung zurück.
by HKS Creations